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Gezeigt wurden aufwändig gemachte Jahresreports namhafter Schweizer Unternehmen, die ins Geld gehen. Dies durfte auch Oliver Neidhart bestätigen, der mit seiner N+S-Group einer der grossen Player im Geschäft mit den Geschäftsberichten ist. In seinem Statement für die Fernsehzuschauer wies er auf seine speziellen Investitionen hin, um in diesem lukrativen Markt mitmachen zu können. Gekonnt und prägnant schlug er sich dabei für die Druckindustrie in die Bresche.
Doch dann folgte von Fernsehseite der Tiefschlag. In einem Nebensatz verwies der Moderator auf die Migros, die soeben bekanntgegeben hatte, dass künftig der Geschäftsbericht nicht mehr gedruckt würde, sondern nur noch in elektronischer Form bezogen werden kann. Und wie wenn diese Hiobsbotschaft für die Jünger Gutenbergs noch nicht genug wäre, doppelte er nach: Die Schweizer Börse wird ab Mitte dieses Jahres von den börsenkotierten Firmen nur noch ein Online Reporting einfordern. Dabei sind die gedruckten Exemplare der grossen Unternehmen die fetten Brocken im Printgeschäft.
Diese Entwicklung hat sich jedoch seit längerem abgezeichnet, wird im Ausland doch schon seit einiger Zeit vermehrt auf den Druck des Geschäftsberichtes verzichtet. Eine neue Studie zum Informationsverhalten zeigt klar auf, dass das Internet inzwischen bei der Mediennutzung die Spitzenposition innehält. Eine solche Feststellung verwundert wenig, was dagegen stutzig machen soll, ist, wie Kommunikationsfachleute auf solche Veränderungen reagieren. In einem Gespräch mit Dr. Caspar Coppetti, Strategischer Planer der renommierten Werbeagentur Advico, Young & Rubicam und Initiant der oben genannten Marktuntersuchung, sagte dieser unumwunden, dass Print immer mehr an den Rand gedrängt wird.
Bei der Planung einer Kampagne überlegen sich die (Zürcher) Werber zunächst, wie das Web dabei am besten zum Zug kommt, weil nur so die Angesprochenen direkt reagieren können, ein Muss in der Kommunikation von morgen. Da es vielfach beim Internet-Einsatz an genügender Reichweite fehlt, wird zweitens überlegt, wie diese mittels TV-Spots wettgemacht werden kann. Erst an dritter Stelle folgt Print, wenn überhaupt.
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